1928 – 1940

„De Knüppeljungs“

Mit dem Vorsatz, einen Spielmannszug zu gründen, schlossen sich 1928 einige musikbegeisterte junge Männer des Turnvereins zusammen. Initiator war Heinrich Klümper, der im 1. Weltkrieg als Tambour (Trommler) gedient hatte.

Heinrich Klümper

geb. 11. April 1896

gest. 26. Juni 1966

Gründer des Spielmannszuges und Tambourmajor von 1928-1966 – Bild fehlt leider

Der Spielmannszug schloss sich sofort nach seiner Gründung der Freiwilligen Feuerwehr an. Auch hier beteiligten sich die Spielleute aktiv an den Übungen und der Brandbekämpfung.

Im Gründungsjahr 1928 gehörten folgende Mitglieder dem Spielmannszug an:

(stehend von links nach rechts:)
Hermann Rothering, Heinrich Schneermann, Alfons Pöpping, Heinrich Klümper, Willi Pieper, Anton Kuzera, Josef Rennert,

(kniend von links nach rechts:)
Bernhard Lüdiger, Theodor van Nuland,

1928

Die Übungsstunden fanden regelmäßig auf der Bühne im Saale Tenbrock statt. Die musikalische Leitung übernahm Josef Kramer. Da keiner zu dieser Zeit Notenkenntnisse hatte, wurden alle Märsche und Lieder nach Gehör eingeübt. Die Uniformen und ein Großteil der Instrumente wurden von der Feuerwehr gestellt. Musste wieder mal das Fell einer Trommel erneuert werden, übernahm der Vorsitzende der Feuerwehr, Anton Huesker, großzügig diese Kosten. Für Auftritte bei verschiedenen Vereinsfesten gab es jeweils einen kleinen Obolus, mal eine Flasche Korn oder eine Runde Bier. Nur bei der St.-Pankratius Schützengilde und dem Kriegerverein gab es für die Teilnahme ein Entgelt.

In den folgenden Jahren hatten die Knüppeljungs regelmäßige Auftritte zum Karneval,
1. Mai, Kreisverbandsfest der Feuerwehr, Erntedankfest,
Herbstübung der Feuerwehr und Silvester.

Zu Silvester trafen sich alle Spielleute mit ihren Angehörigen auf der Bühne im Saale Tenbrock. Es wurde in gemütlicher Runde gefeiert und getrunken.
Gegen 23.30Uhr hieß es dann: „ANTRETEN“

Die Knüppeljungs begrüßten das neue Jahr stets mit klingendem Spiel in den Straßen Geschers. Man zog von Gasthaus zu Gasthaus und wünschte den Gästen ein Frohes Neues Jahr. Nach einem kleinen Ständchen ging es dann weiter, um sich gegen 1.30Uhr (auch mal später) wieder bei Tenbrock einzufinden. Die Ehefrauen hatten zwischenzeitlich einen kleinen Imbiss zubereitet. Man stärkte sich ein wenig und feierte gemeinsam bis in den frühen Morgen.

Von zunächst 9 Mitgliedern im Jahre 1928 wuchs der Spielmannszug bis zum Jahr 1939 auf 20 aktive Mitglieder an. 1939 wurden die ersten Kameraden zur Wehrmacht eingezogen. Mit klingendem Spiel wurden sie zur Verabschiedung zum Bahnhof begleitet.

Während des Krieges kamen alle Aktivitäten zum Erliegen. 4 Mitglieder des Spielmannszuges kehrten aus dem 2. Weltkrieg nicht zurück.

Im Jahre 1939 gehörten folgende Gescheraner dem
Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr an:

Willi Pieper, Josef Rennert, Anton Lüdiger, Bernhard Lüdiger, Heinrich Schneermann, Heinrich Klümper, Josef Dahlhaus, Theodor van Nuland, Bernhard Rothering, Josef Paskert, Anton Büger und Johannes Heisterkamp.

1939 -1945 Pause wegen dem Zweitem Weltkrieg

Zusammen getragen von Hans Pitruschka, Hubert Nieland, Martin Osterkamp.

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